Lerngänge - Projekte - Ausflüge

Klasse 4 im Landschulheim

 

Gesamtbericht zum Landschulheim — Die vierte Klasse auf dem Feldberg

Am Montag, den 01.07.2019, brachten die Eltern der Klasse 4 ihre Kinder um 7.30 Uhr zum Feuerwehrhaus in Gottenheim. Dort warteten ihre Klassenlehrerin Frau Fröhlich und ihr Religionslehrer Herr Gottschlich auf sie. Als alle 18 Kinder angekommen waren, ging es zu einer Bushaltestelle in der naheliegenden Hauptstraße. Leider hatte ihr Bus eine halbe Stunde Verspätung, weswegen sie später dran waren. Der Bus brachte die Klasse an den Freiburger Hauptbahnhof, wo sie mit ihren Lehrern in einen Zug einstiegen, der sie nach Titisee brachte. Von dort aus ging es wieder in einem Bus zum Feldberger Hof. Dort angekommen besichtigten die Kinder das „Haus der Natur“, wo ihnen der Ranger Achim Laber viel Wissens-wertes über den Feldberg und die Natur erzählte. Anschließend kauften sich einzelne Kinder noch ein Andenken ans „Haus der Natur “. Es folgte eine kleine Vesperpause. Frisch gestärkt wanderte die Klasse samt Lehrern den Feldberg hoch. Nach ein paar Kilometern erreichten sie das „Naturfreundehaus“. Die Kinder untersuchten das Außengelände, da sie erst später in ihre Zimmer gelassen wurden. In ihren Zimmern angekommen, packten sie ihre Koffer aus, die Frau Pietsch und Frau Tempes zuvor hinaufgefahren hatten. Die Klasse machte sich frisch und ging anschließend in den Gästeraum, um dort gemeinsam Abend zu essen. Kurz vor dem Schlafengehen erzählte Herr Gottschlich den Kindern noch eine Gruselgeschichte.

Am nächsten Morgen frühstückte die Klasse und traf sich mit dem Naturpädagogen Benni Hug, mit dem sie zu einem Bach in einem nahegelegenen Waldstück gingen. Er lehrte sie dort sehr viel über das Wasser. Auch auf dem Rückweg klärte er die Kinder über die verschiedenen, zum Teil auch essbaren Pflanzen auf. Anschließend kam die Klasse mit dem Naturpädagogen und den Lehrern zurück ans Naturfreundehaus, wo der zweite Teil des Programms begann. Die Kids bildeten 2 Neunergruppen und suchten zuerst 30 Gegenstände: Blätter, Steine, kleine Stöcke u.v.m.. Daraus bauten sie tolle Kunstwerke, die sie jeweils der anderen Gruppe präsentierten. Danach bekamen sie eine Suchaufgabe, die ihnen sehr viel Spaß machte. Herr Hug machte mit den Kindern zum Abschied noch ein kleines Tierquiz und ein Abschlussspiel. Nach dem gemeinsamen Abendessen traf sich die Klasse mit ihren Lehrern zum Bunten Abend. Alle trugen etwas zum Abend bei, was ihn noch schöner und bunter machte. Nach einer gruseligen Geschichte von Herrn Gottschlich gingen alle Kinder ins Bett.

Am nächsten Tag musste die Klasse schon um 6.30 Uhr aufstehen. Zum letzten Mal frühstückten sie im Naturfreundehaus. Dann brachen die Kinder mit ihren Lehrern auf. Als sie an der Bushaltestelle angekommen waren, stieg die Klasse in einen Bus ein, der sie wieder nach Titisee brachte. Von dort aus stiegen sie in einen Zug, der sie auf Freiburgerboden zurückfuhr. Bald waren wieder alle zu Hause, denn von Freiburg aus war es nur ein kurzes Stück mit dem Bus, bis sie in Gottenheim ausstiegen. Alle Kinder liefen zum Feuerwehrhaus, wo sie jubelnd von ihren Eltern in Empfang genommen wurden.

Emily Bühler

 

 

Drittklässler beim Bürgermeister

 

Den Heimatort erkunden und erforschen, steht seit Jahren auf dem Lehrplan der Drittklässler unserer Grundschule. Dazu gehört, ebenfalls schon seit Jahren, der Besuch beim Bürgermeister im Rathaus. So empfing Herr Riesterer die 24 Kinder im Sitzungssaal des Rathauses und gab ihnen zu ihren vielfältigen Fragen Rede und Antwort. Besonders beeindruckt waren die SchülerInnen von der Amtskette des Bürgermeisters, in die u.a. die verschiedenen jahrhunderte-alten Namen von Gottenheim eingraviert sind.

Klasse 4 besucht das islamische Zentrum in Freiburg

 

Erstaunlich viel Gemeinsamkeiten mit dem Christentum

Besuch der 4. Klasse im Islamischen Zentrum Freiburg-Stühlinger

Am Donnerstag, den 27. Juni 2019 besuchte die vierte Jahrgangsstufe zusammen mit Frau Fröhlich, der Klassenlehrerin und dem katholischen Religionslehrer,
Herrn Gottschlich, von 10.00 bis 11.30 Uhr das Islamische Zentrum in Freiburg-Stühlingen. Vor dem Eingang wurden wir von Herrn Osman Taylan Ayra freundlich begrüßt. Er wurde in der Türkei geboren, lebt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland und beherrscht die deutsche Sprache sehr gut.

Das Islamische Zentrum war früher eine Metzgerei, diente ab Mitte der 1960er Jahre türkischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern als Treffpunkt und wird seit 1971 vorwiegend zum gemeinsamen Gebet und für Gottesdienste genutzt.

Wir stellten unsere Schuhe ins Schuhregal und nahmen in einem Halbkreis auf dem mit einem roten Teppich ausgelegten großen Gebetsraum Platz. Danach erklärte uns Herr Ayra einige Besonderheiten des Raumes: Die Gebetsnische ist nach Südosten, in Richtung Mekka in Saudi-Arabien, der Geburtsstadt des Propheten Mohammed ausgerichtet. Tritt der Imam mit dem Rücken zu den Anwesenden zum Vorbeten in diese Nische hinein, hallen seine Worte von dort aus als Echo in den Raum, was die Gläubigen beim Mitbeten unterstützt. In die Gebetsnische ist auf Kopfhöhe das islamische Glaubensbekenntnis in arabischer Schrift in Kalligraphie (kunstvoller Handschrift) notiert: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, außer dem einzigen Gott, und dass Mohammed sein Prophet (Gesandter) ist“. Wie auch noch in vielen Kirchen, befindet sich neben der Gebetsnische eine Kanzel, die der Imam zur Predigt beim Freitagsgottesdienst besteigt.

Herr Ayra zeigte uns einige Ausgaben des Koran, darunter auch eine sehr prachtvoll gestaltete.
Zumeist wird er durchgehend in der arabischen Originalsprache gedruckt; es gibt aber auch Ausgaben, in denen alle 114 Suren (Kapitel) in die jeweilige Landessprache übersetzt sind.

 

Die erste Sure aus dem Koran, deren Text an den ersten Psalm aus der Bibel erinnert, sang Herr Ayra uns auf Arabisch vor und führte dazu auch die beim Gebet im Islam üblichen Gesten aus: Muslime knien beim Gebet und bekräftigen es durch viele Verbeugungen (Moschee heißt übersetzt: Ort der Nierderwerfung). Nachdem Herr Ayra den Text dieser Sure auf Deutsch übersetzt hatte, erläuterte er den Kindern die fünf Gebetszeiten im Islam. Hierbei waschen sich Muslime vor jedem Gebet Hände, Arme, Füße und das Gesicht, um so auch im übertragenen Sinne „gereinigt“ vor Gott zu treten. Die erste Gebetszeit muss vor Sonnenaufgang beendet sein, die zweite ist am Mittag, die dritte nachmittags, die vorletzte endet vor Sonnenuntergang und die letzte beginnt, sobald es ganz dunkel ist. Gebetet werden kann auch zu Hause oder an einem anderen stillen und sauberen Ort. Die Gebetstexte stammen aus dem Koran; eine Gebetszeit dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Jedes Gebet beginnt und endet mit den Worten „Gott ist unvorstellbar groß“. Insgesamt werden Gott im Islam 99 Namen beziehungsweise Eigenschaften zugeschrieben, von denen die Barmherzigkeit am wichtigsten ist – ganz ähnlich wie im Christentum. Neben Jesus, dem für Muslime nach Mohammed (570–632) zweitwichtigsten Propheten, wird auch Jesu Mutter Maria im Islam sehr verehrt.

Ähnlich wie das Christentum in den 40 Werktagen vor Ostern kennt auch der Islam eine Fastenzeit: Während des Monats Ramadan darf zwischen Sonnenaufgang und – untergang nichts gegessen und getrunken werden. Weiterhin sind alle Muslime dazu verpflichtet, 2,5 % ihres Vermögens am Arme zu spenden und, wenn es ihre finanzielle Situation und ihr Gesundheitszustand erlauben, ein Mal im Leben an einer Wallfahrt nach Mekka teilzunehmen. Dort wird dann von allen Pilgerinnen und Pilgern die würfelförmige und in ein schwarzes Tuch eigehüllte Kaaba, das wichtigste Heiligtum des Islam, sieben Mal umrundet.

 

Herr Ayra beantwortete fachkundig und gut verständlich alle Fragen der Kinder. Hierbei ging es neben der Erklärung von Symbolen wie dem Halbmond oder der Farbe Grün beispielsweise um Kleider- und Speisevorschriften im Islam. Zur Frage, warum Männer und Frauen in der Moschee getrennt sitzen, erklärte Herr Ayra, dass sich dadurch alle beim Gebet voll und ganz auf Gott konzentrieren können. Auch betonte er, dass die überaus große Mehrheit der Musliminnen und Muslime ein friedliches Zusammenleben mit anderen Religionen, vor allem dem Christentum, wünsche und die Anwendung von Gewalt ablehne. Gerade in Indonesien, dem Land mit den weltweit meisten Musliminnen und Muslimen, sei deren Verhältnis zu Christinnen und Christen meistens unproblematisch und tolerant. Herr Ayra erklärte auch, dass Mohammed einst zusammen mit Christen in der Moschee gebetet und ihnen Schutz gewährt habe. Angesprochen wurde aber auch die derzeitige Christenverfolgung in einigen islamischen Staaten.

 

Nachdem wir uns noch den Gebetsraum der Frauen im ersten Obergeschoss angeschaut hatten, verabschiedeten wir uns von Herrn Ayra, der den Kindern noch Bonbons mit auf den Weg gab.

Es war ein interessanter Besuch, bei dem die Kinder viel Neues über den Islam gelernt haben.

J. Gottschlich

Politischer Weinberg

Die Klassen 3 und 4, mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Fröhlich und Frau Meier, sind in diesem Schuljahr erstmalig in ein besonders Projekt unter der  Leitung der Gemeinde Gottenheim eingebunden, dem "Politischen Weinberg".

 

Was in einer Weinbaugemeinde wie Gottenheim naheliegt, wird nun bildungspolitisch umgesetzt.

Die SchülerInnen erfahren im Laufe des Schuljahres alles rund um den Weinbau, wobei sie auch wissenschaftliche Unterstützung erhalten.

 

Die beiden Klassen wurden während des Projekts von  Herrn Max Dersch von der Gemeinde Gottenheim betreut. Das letzte Mal hatten die SchülerInnen naturnahen Unterricht mit Herrn Reinhold Treiber und Anne Böhringer vom Landschaftserhaltungsverband Breisgau- Hochschwarzwald.