Kooperation Kindergarten St. Elisabeth und Grundschule

 

Die Rahmenbedingungen für eine Kooperation sind in Gottenheim besonders günstig: 

Ein einziger Kindergarten im Dorf, der katholische Kindergarten St. Elisabeth, befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Grundschule. 

 

Anfänge

Wir können in Gottenheim bereits auf eine sehr lange und intensive Kooperation beider Institutionen zurückblicken. Die ersten Anfänge lagen im Jahr 1995. Seitdem wird die Zusammenarbeit laufend vertieft und weiterentwickelt. Anfänglich beobachtete eine Kooperationslehrerin nur kurz vor Schulanfang die neuen Erstklässler in ihrem Umfeld Kindergarten beim Freispiel und bei gezielten Angeboten. 1997 wurde die Kooperation bereits auf das ganze Schuljahr ausgedehnt.  

 

Zeitumfang

Wöchentlich steht der Kooperationslehrerin eine Stunde für die Arbeit im Kindergarten zur Verfügung. 

 

 

 

Einverständniserklärung

Die Eltern der zukünftigen Schulanfänger willigen schriftlich in die Arbeit der Kooperationslehrerin mit Ihrem Kind und deren Zusammenarbeit mit den Fachkräften des Kindergartens ein.

 

Jahresplan

Kindergartenleiterin und Kooperationslehrerin erstellen gemeinsam einen Jahresplan. Zum Schuljahresbeginn besucht die Kooperationslehrerin alle 5 Gruppen, um die zukünftigen Erstklässler kennenzulernen.   

 

Ziele

Ein Ziel der Kooperation ist die Beobachtung und die daraus folgende Beratung.

Die Kooperationslehrerin beobachtet die "Regenbogenkinder", d.h. die neuen Schulanfänger zunächst im freien Spiel und bei Angeboten der Erzieherinnen. Dann bietet sie eigene gezielte Angebote in Kleingruppen an. Aufgrund dieser Beobachtungen kann sie gemeinsam mit den Erzieherinnen die Eltern hinsichtlich der Schulfähigkeit Ihres Kindes, bzw. eines eventuell notwendigen Förderbedarfs beraten.

 

Einmal jährlich findet ein gemeinsamer Elternabend von Kindergarten und Grundschule zum Thema Schulfähigkeit statt. 

 

Ein weiteres Ziel ist die Förderung in Kleingruppen bzw. einzelner Kinder durch gezielte Förderangebote und falls notwendig durch Beratung der Eltern. 

 

Bei Bedarf wird bei einem "runden Tisch" mit allen Beteiligten, dh. Eltern, Kooperationslehrerin, Erzieherin, evtl. Therapeutin u.a. in einem gemeinsamen Gespräch über die Schulfähigkeit des Kindes beraten.

 

Durch die Kooperationsstunden sollen die zukünftigen Erstklässler an die Schule herangeführt werden:

  • Schule als Ort:

Kennenlernen des Gebäudes, Auffinden der Räume

 

  • Schule als Lebensgemeinschaft:

Kennenlernen der Erwachsenen, der Mitschüler, "Sich-Willkommen-Fühlen", 

Kennenlernen der zukünftigen eigenen Klasse

 

  • Schule als Institution:

Kennenlernen eines Klassenzimmers, Mitlernen in einer Unterrichtsstunde

 

 

Aus diesen Gründen arbeitet die Kooperationslehrerin im letzten Drittel des Schuljahres mit den Regenbogenkindern aller Gruppen gemeinsam im Schulgebäude. Die Kinder haben dort jeweils "echte Unterrichtsstunden". Die Regenbogenkinder der verschiedenen Gruppen werden so zu einer Klasse zusammengeführt, bzw. entwickeln durch gemeinsame Aktionen ein Gemeinschaftsgefühl und sie gewinnen Sicherheit in ihrem neuen Umfeld Schule.

 

Der Übergang zur Schule soll bruchlos ablaufen. So tauschen sich Kindergarten und Schule immer wieder über Rituale, Regeln, Liedgut…aus bzw. stimmen sie aufeinander ab.

 

Diese intensive Kooperation wird durch die gemeinsame Arbeit von Kindergarten und Grundschule im Bildungshaus KiBiZ unterstützt, erweitert und vertieft.